Aufessen oder streicheln

März 8, 2012

taz.lab DAS GUTE LEBENKann es menschlich sein, Fleisch von Tieren zu essen?

Schnitzel oder Bratling? Über die moralischen Aspekte des Fleischkonsums diskutieren der Tierrechtsanwalt Antoine F. Goetschel, die vegane Autorin Hilal Sezgin und der Pflanzenfreund Christian Rätsch.

Es gibt nichts Gutes, außer man kocht es? So einfach sind die Dinge längst nicht mehr: Den früher selbstverständlichen Griff zu Speckschwarte, Schnitzel und Gulasch-Topf gibt es nicht mehr. Der Genuss von Fleisch hat für manche längst einen Hautgout bekommen – quälerische Massentierhaltungen und der dräuende Klimawandel haben viele Menschen zu Vegetariern werden lassen. Aber ist der Genuss von Fleisch tatsächlich unmoralisch oder doch menschlich? Es diskutieren der Tierrechtsanwalt Antoine F. Goetschel, die vegetarische Schriftstellerin Hilal Sezgin und der Pflanzenfreund und Ethnopharmakologe Christian Rätsch. Moderiert von sonntaz-Redakteur Martin Reichert.

taz.lab „Das gute Leben“

Es gibt Alternativen!

tazlab „Das gute Leben“ am 14. April im Haus der Kulturen der Welt, John-Fuster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Das ganze Tagesprogramm

Hier bekommen Sie Eintrittskarten

taz-Artikel zum Medienkongress 2011

Nicht wenige Analysten und Denker glauben: „Öko ist der Kern einer modernen Moral des 21. Jahrhunderts“. Aber ist öko überhaupt mehr als ein Reklameversprechen? Wer auf sich hält, schwört auf öko. Sagt, dass er grüner isst. Den eigenen ökologischen Fußabdruck möglichst klein hält. Und nötigenfalls, nach einer Fernreise, sogar an eine Umweltorganisation spendet, als sei ein Ablass des schlechten Gewissens nötig. Wer modern sein will, darf kein Umweltschwein sein. So gerann das Wort „öko“ zu einer Chiffre, zu einem Dreibuchstabensymbol, das sich jeder und jede anheftet, um weltanschaulich ganz auf dem Laufenden zu sein.

Aber ist das wirklich schlecht, ja, ideologisch verblendet? Weil es sich inzwischen keine Firma mehr nehmen lässt, mit grünem Siegel, Öko-Anmutung oder fairem Image zu werben? Muss das kritisiert werden, weil selbst diese kleinen promotionellen Gesten an den Strukturen nichts ändern können? Ist es nicht so, dass Themen wie der Klimawandel oder die Entschleunigung der finanzökonomischen Rasereien durch die Börsen- und Staatsbudgetkrisen an den Rand gedrängt wurden?

Was genau das ist, das gute Leben, bleibt offen, auf alle Fälle umstritten. Der taz Kongress des Jahres 2012 will die neue Bewegung ermutigen – auch durch die Kritik, die sie unbedingt verdient hat.

Über Alternativen und Chancen soll auf dem tazlab am 14. April im Berliner Haus der Kulturen nachgedacht werden. „

Zum Thema „Aufessen oder streicheln – Kann es menschlich sein, Fleisch von Tieren zu essen?“ wird Antoine F. Goetschel mit Hilal Sezgin, Martin Reichert und Christian Rätsch am Samstag, 14. April, von 0900 Uhr bis 1045 Uhr, debattieren.

Interessiert? Besorgen Sie sich Eintrittskarten, und zwar hier (Hier bekommen Sie Eintrittskarten)

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